DE/691208 - Brief an Sucandra geschrieben aus London: Difference between revisions

 
No edit summary
 
Line 2: Line 2:
[[Category:DE/1969 - Vorlesungen, Konversationen und Briefe von Srila Prabhupada]]
[[Category:DE/1969 - Vorlesungen, Konversationen und Briefe von Srila Prabhupada]]
[[Category:DE/1969-12 - Vorlesungen, Konversationen und Briefe von Srila Prabhupada]]
[[Category:DE/1969-12 - Vorlesungen, Konversationen und Briefe von Srila Prabhupada]]
[[Category:DE/Briefe von Srila Prabhupada, geschrieben aus Europe]]
[[Category:DE/Briefe von Srila Prabhupada, geschrieben aus Europa]]
[[Category:DE/Briefe von Srila Prabhupada, geschrieben aus Europe, England - London]]
[[Category:DE/Briefe von Srila Prabhupada, geschrieben aus Europa, England - London]]
[[Category:DE/Vorlesungen, Konversationen und Briefe von Srila Prabhupada - Europe]]
[[Category:DE/Vorlesungen, Konversationen und Briefe von Srila Prabhupada - Europa]]
[[Category:DE/Vorlesungen, Konversationen und Briefe von Srila Prabhupada - Europe, England - London]]
[[Category:DE/Vorlesungen, Konversationen und Briefe von Srila Prabhupada - Europa, England - London]]
[[Category:DE/1969 - Original eingescannte Briefe von Srila Prabhupada]]
[[Category:DE/1969 - Original eingescannte Briefe von Srila Prabhupada]]
[[Category:DE/Briefe von Srila Prabhupada an Sucandra]]
[[Category:DE/Briefe von Srila Prabhupada an Sucandra]]
Line 20: Line 20:




Tridandi Goswami


A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI


Founder-Acharya:<br>
:Tridandi Goswami
International Society For Krishna Consciousness<br>
:A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI
7, Bury Place<br>
:Founder-Acharya:
London, WC 1<br>
:CAMP: ISKCON;
ENGLAND
:7, Bury Place London, WC 1
:ENGLAND


December 8, 1969


8. Dezember 1969


My Dear Suchandra,
Mein lieber Suchandra,


Please accept my blessings. I beg to acknowledge receipt of your letter dated December 3rd, 1969, and I am very glad to learn that you are feeling very strongly for Jesus Christ. You have already mentioned the exemplary character of Lord Jesus Christ that he sacrificed everything for God. This example should be taken. The process should be to follow the example, not to imitate the exact activities. For example, Lord Jesus Christ wanted to preach amongst some persons who were practically against the principle of accepting God as the Supreme, and the result was that these people crucified him. At the present moment, the world situation is more dangerous than before. People have become actually Godless. So if you follow the footsteps of Lord Jesus Christ to preach God-consciousness against Godlessness and dedicate your life in that way, that will be the real purpose of following Jesus Christ. Lord Jesus Christ revealed that he was the son of God, and Krishna revealed that He is God Himself, the Supreme Father of all living entities. So if you dedicate your life to the service of Krishna, the Supreme Father, don't you think that Lord Jesus Christ will be pleased with this? At the present moment we have to preach in an enlightened society. So Krishna Consciousness has got inexhaustible treasurehouse of philosophy, logic and science to convince people about God-consciousness. So if you are actually serious about following the footsteps of Lord Jesus Christ, you should take advantage of the great philosophical background of this Krishna Consciousness Movement and make people God-conscious, dedicating your life. One should try to make progress. One should not try to remain satisfied at a point which awaits further advancement. For example, the Commandment says "Thou shalt not kill". This means one should be non-violent. This is a good principle, but in the actual field, for want of sufficient knowledge, even this Commandment is being misinterpreted and misused. In the <u>Bhagavad Gita</u> you will find there are 20 items for advancing in knowledge. Perhaps you have read in the 13rd Chapter. Out of the 20 items, this non-violence items is one. But devotional service is so potent, that if one is engaged in devotional service to Krishna, automatically all good qualifications are there. Thus, from the practical point of view you can see the distinction between our disciples and any other group of religious faith. We do not indulge in illicit sex-life, which includes not to covet with another's wife or daughter; We do not eat meat, and that means automatically we are non-violent. We do not indulge in intoxication, and that means we are sane in considering things in their true perspective.
Bitte akzeptiere meine Segnungen. Ich habe deinen Brief vom 3 Dezember 1969 zur Kenntnis genommen und ich bin froh, dass du dich so stark zu Jesus Christus hingezogen fühlst. Du hast bereits den beispielhaften Charakter von Herrn Jesus Christus erwähnt, als er sich komplett Gott hingegeben hat. Wir sollten das als Beispiel nehmen. Der Prozess ist dem Beispiel zu folgen und nicht ganz genau seine Handlungen nachzuahmen. Zum Beispiel, Jesus Christus wollte unter Menschen predigen die gegen das Prinzip sind, Gott als den Höchsten zu akzeptieren, und das Ergebnis war, dass ihn genau diese Leute kreuzigten. Zur Zeit ist die Situation der Welt noch weit gefährlicher als zuvor. Die Menschen wurden richtig Gottlos. Wenn du also den Fussspuren Jesus Christus folgst und Gottesbewusstsein gegen die Gottlosigkeit predigst und dein Leben in diesen Weise hingibst, dann wird das der wirkliche Zweck sein Jesus Christus zu folgen. Jesus Christus offenbarte, dass er der Sohn Gottes ist, und Kṛṣṇa offenbarte, dass er Gott selbst ist, der höchste Vater aller Lebewesen. Wenn du also dein Leben den Dienst Kṛṣṇas, dem höchsten Vater hingibst, denkst du nicht, dass dann Jesus Christus damit sehr erfreut sein wird? Heutzutage müssen wir in einer erleuchteten Gesellschaft predigen. Das Kṛṣṇa-Bewusstsein hat eine unerschöpfliche Schatzkammer an Philosophie, Logik und Wissenschaft um die Menschen mit Gottesbewusstsein zu überzeugen. Wenn du also wirklich ernsthaft dabei bist den Fussspuren Jesus Christus zu folgen, solltest du Nutzen aus diesen grossartigen philosophischen Hintergrund des Kṛṣṇa-Bewusstseins ziehen und die Menschen Gottesbewusst machen, indem du dein Leben hingibst. Man sollte versuchen Fortschritt zu machen. Man sollte sich nicht einfach damit zufrieden geben, an einen gewissen Punkt einfach weiteren Fortschritt zu erwarten. Zum Beispiel, das Gebot sagte: „Du sollst nicht töten“. Das bedeutet keine Gewalt auszuüben. Das ist ein gutes Prinzip, aber die Wirklichkeit ist, nur um in Wissen Fortschritt zu erreichen, wird dieses Gebot missinterpretiert und missbraucht. In der Bhagavad Gita wirst du 20 Themen finden um im Wissen fortzuschreiten. Möglicherweise hast du das ja im 13. Kapitel gelesen. Das von 20 Gegenständen das Thema über Gewaltlosigkeit eines davon ist. Aber hingebungsvoller Dienst ist so mächtig, dass wenn jemand darin beschäftigt ist, im hingebungsvollen Dienst zu Kṛṣṇa, sich automatisch alle guten Qualitäten in ihm zeigen. Von einem praktischen Punkt aus gesehen, kann man daher den Unterschied zwischen meinen Schülern und allen Gruppen religiösen Glaubens sehen. Wir frönen nicht nach unzulässiger Sexualität, was beinhaltet, dass wir nicht eines anderen Frau oder Tochter begehren; Wir essen kein Fleisch, und das bedeutet automatisch, dass wir nicht gewaltsam sind. Wir nehmen kein Rauschgift zu uns und das bedeutet, dass wir die Dinge so sehen wie sie wirklich sind.


You have asked to know what is the difference between Jesus Christ and Krishna. That we have several times explained in many meetings, that Krishna is God and Jesus Christ is the son of God. And as there is no difference between father and son, so there is no difference between Krishna and Lord Jesus Christ; but still the son is never equal to the father. So you have got advantage of reading our many books for advancement of knowledge. The best thing will be for you to engage your time more in Sankirtan Party and reading our Krishna Consciousness literature.
Du wolltest wissen was der Unterschied zwischen Jesus Christus und Kṛṣṇa ist. Wir haben das bereits in so vielen Treffen erklärt, das Kṛṣṇa, Gott ist und Jesus Christus der Sohn Gottes. Und da es genauso keinen Unterschied gibt zwischen Vater und Sohn, so gibt es keinen Unterschied zwischen Kṛṣṇa und Jesus Christus; Dennoch ist der Sohn niemals dem Vater gleich. Du hast grossen Nutzen daraus gezogen all unsere Bücher zu lesen, über den Fortschritt im spirituellen Wissen. Das Beste wird für dich sein, dich mehr im Sankirtan zu beteiligen und unsere Kṛṣṇabewusste Literatur zu lesen.  


You write that you loved the Deities some time ago, so why don't you love Them now? What is the reason? Let me know the reason how you liked to worship the Deities, and why you are not liking this now. Then I can explain the situation to you. The best thing is that whenever there are some doubts you should ask me or some senior student. We shall try to explain. But don't try to make any compromise and be agitated. I know you are a sincere boy, so try to understand everything very clearly.
Du hast geschrieben, dass du vor einiger Zeit die Deities geliebt hast, warum liebst du sie jetzt nicht genauso? Was ist der Grund? Sage mir bitte wie du gerne die Deites verehren würdest, und warum du das jetzt nicht mehr so gerne machst. Dann kann ich dir die Situation erklären. Das beste ist, dass sobald du Zweifel hast, du dich an mich oder andere ältere Studenten wendest. Wir werden versuchen dir alles zu erklären. Aber gehe keine Kompromisse ein und sei dann frustriert. Ich Weiss, dass du ein sehr ernsthafter junger Mann bist, versuche alles ganz klar zu verstehen.


I hope this will meet you in good health.
Ich hoffe dieser Brief erreicht dich bei guter Gesundheit.


Your ever well-wisher,
Dein ewig wohlmeinender Freund,


''[signed]''
[Unterschrift]


A.C. Bhaktivedanta Swami
:A.C. Bhaktivedanta Swami

Latest revision as of 12:37, 17 July 2019


Letter to Sucandra (Page 1 of 2)
Letter to Sucandra (Page 2 of 2)



Tridandi Goswami
A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI
Founder-Acharya:
CAMP: ISKCON;
7, Bury Place London, WC 1
ENGLAND


8. Dezember 1969

Mein lieber Suchandra,

Bitte akzeptiere meine Segnungen. Ich habe deinen Brief vom 3 Dezember 1969 zur Kenntnis genommen und ich bin froh, dass du dich so stark zu Jesus Christus hingezogen fühlst. Du hast bereits den beispielhaften Charakter von Herrn Jesus Christus erwähnt, als er sich komplett Gott hingegeben hat. Wir sollten das als Beispiel nehmen. Der Prozess ist dem Beispiel zu folgen und nicht ganz genau seine Handlungen nachzuahmen. Zum Beispiel, Jesus Christus wollte unter Menschen predigen die gegen das Prinzip sind, Gott als den Höchsten zu akzeptieren, und das Ergebnis war, dass ihn genau diese Leute kreuzigten. Zur Zeit ist die Situation der Welt noch weit gefährlicher als zuvor. Die Menschen wurden richtig Gottlos. Wenn du also den Fussspuren Jesus Christus folgst und Gottesbewusstsein gegen die Gottlosigkeit predigst und dein Leben in diesen Weise hingibst, dann wird das der wirkliche Zweck sein Jesus Christus zu folgen. Jesus Christus offenbarte, dass er der Sohn Gottes ist, und Kṛṣṇa offenbarte, dass er Gott selbst ist, der höchste Vater aller Lebewesen. Wenn du also dein Leben den Dienst Kṛṣṇas, dem höchsten Vater hingibst, denkst du nicht, dass dann Jesus Christus damit sehr erfreut sein wird? Heutzutage müssen wir in einer erleuchteten Gesellschaft predigen. Das Kṛṣṇa-Bewusstsein hat eine unerschöpfliche Schatzkammer an Philosophie, Logik und Wissenschaft um die Menschen mit Gottesbewusstsein zu überzeugen. Wenn du also wirklich ernsthaft dabei bist den Fussspuren Jesus Christus zu folgen, solltest du Nutzen aus diesen grossartigen philosophischen Hintergrund des Kṛṣṇa-Bewusstseins ziehen und die Menschen Gottesbewusst machen, indem du dein Leben hingibst. Man sollte versuchen Fortschritt zu machen. Man sollte sich nicht einfach damit zufrieden geben, an einen gewissen Punkt einfach weiteren Fortschritt zu erwarten. Zum Beispiel, das Gebot sagte: „Du sollst nicht töten“. Das bedeutet keine Gewalt auszuüben. Das ist ein gutes Prinzip, aber die Wirklichkeit ist, nur um in Wissen Fortschritt zu erreichen, wird dieses Gebot missinterpretiert und missbraucht. In der Bhagavad Gita wirst du 20 Themen finden um im Wissen fortzuschreiten. Möglicherweise hast du das ja im 13. Kapitel gelesen. Das von 20 Gegenständen das Thema über Gewaltlosigkeit eines davon ist. Aber hingebungsvoller Dienst ist so mächtig, dass wenn jemand darin beschäftigt ist, im hingebungsvollen Dienst zu Kṛṣṇa, sich automatisch alle guten Qualitäten in ihm zeigen. Von einem praktischen Punkt aus gesehen, kann man daher den Unterschied zwischen meinen Schülern und allen Gruppen religiösen Glaubens sehen. Wir frönen nicht nach unzulässiger Sexualität, was beinhaltet, dass wir nicht eines anderen Frau oder Tochter begehren; Wir essen kein Fleisch, und das bedeutet automatisch, dass wir nicht gewaltsam sind. Wir nehmen kein Rauschgift zu uns und das bedeutet, dass wir die Dinge so sehen wie sie wirklich sind.

Du wolltest wissen was der Unterschied zwischen Jesus Christus und Kṛṣṇa ist. Wir haben das bereits in so vielen Treffen erklärt, das Kṛṣṇa, Gott ist und Jesus Christus der Sohn Gottes. Und da es genauso keinen Unterschied gibt zwischen Vater und Sohn, so gibt es keinen Unterschied zwischen Kṛṣṇa und Jesus Christus; Dennoch ist der Sohn niemals dem Vater gleich. Du hast grossen Nutzen daraus gezogen all unsere Bücher zu lesen, über den Fortschritt im spirituellen Wissen. Das Beste wird für dich sein, dich mehr im Sankirtan zu beteiligen und unsere Kṛṣṇabewusste Literatur zu lesen.

Du hast geschrieben, dass du vor einiger Zeit die Deities geliebt hast, warum liebst du sie jetzt nicht genauso? Was ist der Grund? Sage mir bitte wie du gerne die Deites verehren würdest, und warum du das jetzt nicht mehr so gerne machst. Dann kann ich dir die Situation erklären. Das beste ist, dass sobald du Zweifel hast, du dich an mich oder andere ältere Studenten wendest. Wir werden versuchen dir alles zu erklären. Aber gehe keine Kompromisse ein und sei dann frustriert. Ich Weiss, dass du ein sehr ernsthafter junger Mann bist, versuche alles ganz klar zu verstehen.

Ich hoffe dieser Brief erreicht dich bei guter Gesundheit.

Dein ewig wohlmeinender Freund,

[Unterschrift]

A.C. Bhaktivedanta Swami