DE/681017 - Brief an Rayarama geschrieben aus Seattle

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Tridandi Goswami

A.C. BHAKTIVEDANTA SWAMI

ACHARYA: INTERNATIONAL SOCIETY FOR KRISHNA CONSCIOUSNESS

CAMP: ISKCON RADHA KRISHNA TEMPLE
5516 Roosevelt Wey, N.E.
Seattle, Wash. 98105

17. Oktober 1968


Mein lieber Rayarama,

Bitte nimm meine Segnungen entgegen. Ich habe Deinen langen Brief vom 11. Oktober 1968 erhalten, und ich versuche, diesen Brief auf zwei Arten zu beantworten: Die Punkte der menschlichen Zivilisation, sowie über unser Satzungsprogramm. Als erstes darf ich Dir mitteilen, dass ich am 23. oder 24. Oktober nach Montreal reisen werde, da ich am 25. Oktober in Montreal einen Termin mit dem Generalkonsulat der Vereinigten Staaten in der Frage meines Dauervisums erhalten habe. Ich habe versucht, mein Dossier nach Vancouver zu übertragen, aber das wird noch einen Monat dauern, so dass ich, anstatt noch einen Monat zu warten, dorthin fahre, um die Angelegenheit zu erleichtern. Wenn also einige von Euch nach Montreal kommen, um mich dort zu sehen, dann können wir im Detail über den Satzungsvorschlag sowie über andere Dinge sprechen, denn von Montreal aus fahre ich vielleicht nach Santa Fe. Das ist das Programm. Und wenn ich komme, bringt vielleicht jemand meinen Mantel mit, der in meinem Schrank in der Wohnung hängt.

Bezüglich Deiner aktuellen Ausgabe von Back To Godhead: Ich habe Dir bereits in meinem vorigen Brief mitgeteilt, dass es sehr schön geworden ist, und versuche, die Bemühungen fortzusetzen um die Qualität zu verbessern, und ich denke, Du bekommst auch gute Werbung. Und wenn die Anzeigeneinnahmen erhöht werden, kannst Du die Seiten und damit auch den Lesestoff vergrößern. Du solltest einfach die Einnahmen von den Anzeigen für die Publikationskosten verwenden - nämlich die Papier- und Druckkosten. Wenn Du also derzeit versuchst, mehr Werbung zu bekommen, wird es meiner Meinung nach keine Schwierigkeiten geben. Gleichermaßen solltest Du Jaya Govinda und Acyutananda in Indien dazu bewegen, Werbung zu bekommen. Wenn sie es versuchen, werden die Leute sehr gerne in unserer Zeitung inserieren, auch wenn sie nur ihren Namen nennen, dass dieser Platz von solchen und solchen gespendet wird. Sie werden bezahlen. Sie sind bereit, auf diese Weise zu bezahlen. Viele Leute veröffentlichen unsinnige Zeitschriften, weil sie auf diese Weise Geld sammeln. Dies ist also ein Vaisnava-Magazin, und besonders in Bombay gibt es viele reiche Vaisnavas, Händler, sie werden sehr froh sein, dass das Krishna-Bewusstsein in Amerika gepredigt wird, und sie werden Platz spenden. Sie haben Geld. Lasse also die beiden Jungs auf diese Weise arbeiten, und verteile Back To Godhead kostenlos. Und sammle einfach Geld für die Spende von Anzeigenfläche und erhöhe den Umfang des Textes. Ich denke, sowohl Du als auch Brahmananda sollten sie darum bitten, anstatt untätig herumzusitzen und darüber zu sprechen, manchmal dies oder jenes zu werden; Jaya Govinda kann auch ansprechende Artikel schreiben, sein Artikel "Hrishikesh" ist großartig. Die Menschen werden sich freuen, solche Artikel in diesem Land zu lesen. Gleichzeitig werden die Menschen in Indien froh sein zu erfahren, dass das Krishna-Bewusstsein in den westlichen Ländern gepredigt wird. Auf diese Weise müssen wir eine internationale Gesellschaft gründen. Praktisch sind wir also jetzt im Entstehen begriffen, also fahre mit der Ausarbeitung der Satzung fort, aber verteile sie jetzt nicht. Was auch immer Du tust, zeige es mir zuerst, und das endgültige Exemplar kann verteilt werden, dann werden wir zu einer Sitzung einberufen und dann werden wir sie verabschieden. Verteile sie nicht sofort. Wie auch immer, versuche es passend zu machen, es gibt keine Eile. Aber verteile nichts, ohne es mir zu zeigen. Soweit es die Satzung betrifft, ist dies meine momentane Anweisung.

Als Nächstes - zu Deinem Punkt: Programm für eine geistige Weltzivilisation - ist dies ein sehr schöner Vorschlag. Und praktisch ist unsere Krishna-Bewusstseins-Bewegung auf dieser Idee aufgebaut, dass wir eine Weltzivilisation auf der Grundlage des spirituellen Verständnisses schaffen wollen. Ich gebe Dir also einige Punkte, die Du vielleicht erweitern kannst oder sie zum Verständnis der Menschen im Allgemeinen erläutern kannst. Aber der Punkt sollte wie folgt lauten: 1. Punkt, dass jede Zivilisation, die kein Gottesbewusstsein oder Krishna-Bewusstsein hat, überhaupt keine Zivilisation ist. Es ist einfach eine polierte Art von Tiergemeinschaft. Dies ist der erste Punkt. So versucht die moderne Zivilisation im gegenwärtigen Augenblick auf der Grundlage der sogenannten wissenschaftlichen Erkenntnisse und der wirtschaftlichen Entwicklung, das Gottesbewusstsein oder das Krishna-Bewusstsein zu vermeiden - das ist der Fehler der modernen Zivilisation. Deshalb ist es trotz allen Fortschritts null. Null hat also keinen Wert. Und Millionen von Nullen zusammengenommen ergeben keinen Wert. Aber sobald eine eins auf die linke Seite der Null gesetzt wird, erhöht diese den Wert. Dann wird eine Null zu 10, zwei Nullen zu 100, drei Nullen zu 1000, es ist also sehr schön. Dieser Punkt sollte klar diskutiert werden, dass ohne Gottesbewusstsein, Krishna-Bewusstsein, ohne jeden Versuch der menschlichen Zivilisation, ob philosophisch oder politisch oder wirtschaftlich oder arbeitsmäßig, alles Nullen sind. Die menschliche Gesellschaft sollte als eine soziale Ordnung geteilt werden, wie die intellektuellen Menschen, die Verwalterklasse und die Handelsklasse und die Arbeiterklasse. Und bezüglich der spirituellen Ordnung, so sollte sie unterteilt werden in den Lebensstand der Entsagung, des Ruhestandes, des Haushälters und des Studentenlebens. Dritter Punkt: Alle diese 8 Unterteilungen sind für das Verständnis der Höchsten Persönlichkeit Gottes bestimmt, und diese Bewegung des Krishna-Bewusstseins ist dazu bestimmt, diese Notwendigkeiten der menschlichen Zivilisation zu lehren. Vierter Punkt, bisher gibt es für die Verwalterklasse der Menschen oder die kaufmännische Klasse der Menschen und die Arbeiterklasse der Menschen viele Institutionen, aber um einen erstklassigen Intellektuellen auszubilden, gibt es auf der ganzen Welt keine Institution. Und es gibt auch keine Institution für die spirituelle Ausbildung. Diese Bewegung des Krishna-Bewusstseins versucht also, der menschlichen Gesellschaft in diesen beiden Punkten, die ihr fehlen, zu helfen. Deshalb haben wir ein großes Stück Land genommen, um damit zu beginnen, in W. Virginia heißt der Ort New Vrindaban. Wir wollen also Studenten ausbilden, damit sie zu einer erstklassigen intellektuellen Person werden, und die ganze menschliche Gesellschaft über das Ziel des Lebens und das Krishna-Bewusstsein oder Gottesbewusstsein unterrichten. Deshalb laden wir die Schüler ein, die dies erstreben oder begehren, sich unserer Institution anzuschließen, und wir laden die Öffentlichkeit und die Regierung ein, mit unserer Bewegung zusammenzuarbeiten. Der fünfte Punkt ist, dass in jeglichen Umständen, in denen man sich befinden mag, gerade dieses Lebensziel darin bestehen sollte, die Höchste Persönlichkeit Gottes zu befriedigen. Es ist die Pflicht eines jeden; es spielt keine Rolle, in welcher Lebensposition er sich befindet, aber wenn er ein erfolgreiches Leben führen will, dann muss er lernen zu erkennen, wie der Höchste Herr durch seine Aktivitäten zufrieden gestellt wird. Das sollte das Ziel sein. Dann spielt es keine Rolle, in welcher Stellung und in welchem Beruf sich der Mann befindet, aber er befindet sich in der richtigen Zivilisation, weil sein eigentliches Ziel darin besteht, die Höchste Persönlichkeit Gottes zu befriedigen. Nächster Punkt: Und um diese Kunst zu erlernen, wie er in der Lage ist, die Höchste Persönlichkeit Gottes zufrieden zu stellen, muss man sich in der Kunst des Krishna-Bewusstseins unterweisen oder ausbilden lassen, indem man die Bhagavad-gita liest, wie sie ist, indem man das Srimad Bhagavatam liest, die zur Wissenschaft Gottes gezählt wird, und indem man den Lehren von Lord Caitanya folgt, sollte eine solche Praxis 24 Stunden lang durchgeführt werden. Es ist nicht so, dass man 15 Minuten lang meditiert, und spirituell fortgeschritten wird, das ist nicht möglich. Die Bewegung des Krishna-Bewusstseins schult die Menschen also darin, sich in den Gedanken Krishnas zu vertiefen, 24 Stunden lang. Nehmen wir zum Beispiel die Bhagavad Gita: Die Unterweisungen Krishnas in der Bhagavad Gita sind geradezu geeignet für eine vollkommene menschliche Zivilisation. Deshalb sollte man diese Lehren der Bhagavad Gita so lernen, wie sie sind. Nächster Punkt: Um diese Lehren der Bhagavad Gita und des Srimad Bhagavatam zu verstehen, sollte es Zentren geben, in denen sich Menschen täglich, morgens und abends, versammeln und versuchen können, diese Bewegung des Krishna-Bewusstseins oder des Gottesbewusstseins zu verstehen. Wir versuchen also, auf der ganzen Welt in jeder Stadt, in jeder Ortschaft, in jedem Dorf Zweigstellen zu eröffnen, und die Menschen sollten davon Gebrauch machen. Es geht nicht um Geldtransaktionen, um in diese Zentren und Institutionen einzutreten, aber weil wir solche Institutionen unterhalten müssen, sollte die Öffentlichkeit freiwillig einen Beitrag leisten, und das wird sehr gerne angenommen. Der nächste Punkt ist, dass die Menschen, wenn sie sich daran gewöhnt haben, mit diesen verschiedenen Zentren der Bewegung des Krishna-Bewusstseins in Verbindung zu treten, eines Tages aus dem materiellen Konzept des Lebens herauskommen werden. Genauso wie man aus dem Schlaf erwacht. Während man schläft, sieht man so viele unsinnige Träume, aber sobald man geweckt wird, wird einem bewusst, dass, oh, ich habe so viele unsinnige Träume gesehen, dass es eigentlich gar keine Bedeutung hat. In ähnlicher Weise kann ein Mensch, wenn er das Krishna-Bewusstsein erlangt, die falsche Darstellung dieser materiellen Zivilisation verstehen. Im nächsten Punkt, wenn er erwacht, löst er sich vollständig von der so genannten Zuneigung für Bezeichnungen, nämlich Gesellschaft, Freundschaft und Liebe. Im nächsten Punkt ist man bei einem solchen Verständnis nicht mehr so sehr materiell aktiv. Man begnügt sich mit einem Einkommen, das Leib und Seele zusammenhalten kann, und ist nicht mehr daran interessiert, den Kontostand zur Sinnesbefriedigung unnötig zu erhöhen. Der Fehler der modernen Zivilisation, liegt darin, dass jeder zweifellos in großen Mengen Geld verdient, aber niemand weiß, wie es ausgegeben werden soll. Es wird einfach für Sinnesbefriedigung ausgegeben, und das letzte Wort der Sinnesbefriedigung ist Sex, deshalb wird alles Geld für Rausch und Sexualleben, für Nackttanz, für Nackttheater ausgegeben, und zwar auf so viele Arten. Das bedeutet, sie verderben ihre menschliche Energiequelle. Als Nächstes sollte man so trainiert werden, dass man im Herzen von jeder materiellen Anziehung befreit wird, aber solange der Körper da ist, um Körper und Seele zusammenzuhalten, muss man wie ein normaler Mensch arbeiten. Nächster Punkt, die Gesellschaft, Freundschaft und Liebe der materiellen Existenz kann ohne jede Anziehung akzeptiert werden, und was auch immer die sogenannte Gesellschaft, Freundschaft und Liebe von uns nehmen will, man sollte einfach sagen, ja, es ist sehr schön, aber eigentlich sollte man dem spirituellen Fortschritt des Lebens mehr Bedeutung beimessen. Nächster Punkt, man sollte es sicher wissen, dass die materiellen Ressourcen, entweder auf diesem Planeten oder auf anderen Planeten, entweder am Himmel oder in der Erde, nämlich in den Bergwerken, alle Eigenschaften, die im Augenblick als wirtschaftliche Entwicklung genutzt werden, man sollte definitiv verstehen, dass alle gelieferten oder gelagerten Elemente, zum Beispiel das jetzt in der Erde gelagerte Erdöl, und die Menschen nutzen es für so viele Machtmaschinen - man sollte wissen, dass dieses Erdöl der Höchsten Persönlichkeit Gottes gehört. Es ist nicht von Menschenhand gemacht. Auch die Wissenschaftler können es nicht herstellen. In ähnlicher Weise wird alles, alle Waren, alle Dinge, alle Eigenschaften, von der Höchsten Persönlichkeit Gottes hergestellt. Dieses Verständnis muss vorhanden sein. Nächster Punkt: Man kann sich solcher Eigenschaften erfreuen, aber mit diesem Verständnis, dass sie der Höchsten Persönlichkeit Gottes gehören. So wie man sich in einem öffentlichen Park in einem sehr schönen Garten befindet, einem öffentlichen Park, aber man sollte sich immer daran erinnern, dass der öffentliche Park nicht ihm persönlich gehört. Aber er ist Eigentum der Regierung oder des Staates. Der nächste Punkt ist daher, dass das Eigentum, das die Höchste Persönlichkeit Gottes geschaffen hat, von allen Lebewesen genutzt werden kann. Alle Lebewesen, nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere, haben das Recht, auf dem Eigentum der Höchste Persönlichkeit Gottes zu leben. Nächster Punkt: Niemand kann in das Recht anderer Lebewesen eingreifen. Jeder wird vom Herrn versorgt, mit Nahrung, Unterkunft, durch natürliche Anordnung, also sollte niemand in das Lebensrecht anderer eingreifen. Als solches gilt der Mensch als das am höchsten entwickelte bewusste Tier, wenn er also dieses Bewusstsein in Beziehung zu Krishna einsetzt, dann wird das Krishna-Bewusstsein genannt. Nächster Punkt: Eine Person mit Krishna-Bewußtsein greift nicht in das Recht anderer Lebewesen ein, als solche genehmigen sie keine organisierten Schlachthöfe zur Tötung von Tieren. Nächster Punkt: Wenn sie Schlachthäuser unterhalten, dann müssen sie die Konsequenzen tragen, denn im Naturgesetz gibt es keinen Unterschied zwischen einem Leben zu einem anderen. Jedes Lebewesen ist gleich wertvoll. Nächster Punkt: Jedes Lebewesen wird als Sohn der Höchsten Persönlichkeit Gottes beansprucht, sie können unterschiedlich gekleidet sein, denn der Körper ist gekleidet, der Körper ist keine Identifikation mit dem Lebewesen, deshalb kann das Lebewesen 8.400.000 verschiedene Kleider tragen, und das Lebewesen, wie es ist, es gibt keinen qualitativen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Daher sind ihre materiellen Bedürfnisse die gleichen, nämlich Essen, Schlafen, Paaren und Verteidigen. Der nächste Punkt, die törichte Vorstellung, dass Tiere oder Pflanzen oder andere Lebewesen kein Leben haben, ist die grundlegende Ursache für die sündigen Aktivitäten des Menschen. Der nächste Punkt ist, dass man sich nur damit zufrieden geben sollte, den Bauch, d.h. den Essvorgang, zu erfüllen. Wenn man seinen Bauch durch solche Dinge wie Getreide, Gemüse, Früchte und Milch befriedigen kann, hat man kein Recht, ein anderes Tier zu töten, um den Geschmack seiner Zunge zu befriedigen. Die menschliche Gesellschaft ist dazu bestimmt, von der natürlichen Produktion zu leben, nämlich von Getreide, Obst, Gemüse und Milch. Sie sollte sich nicht extravagant mit anderen Dingen vergnügen. Und wenn sie tatsächlich Krishna-bewusst sind, kennen sie die Kunst, Tausende von schmackhaften Gerichten nur aus Gemüse, Getreide, Früchten und Milch zuzubereiten. Wenn jemand mehr nimmt, als er braucht, dann ist er als Dieb zu verstehen. Niemand sollte für den zukünftigen Konsum von Familie, Gesellschaft oder Nation mehr Geld oder mehr Getreide oder mehr Gemüse oder mehr Essbares anhäufen, man sollte nur so viel haben, wie man benötigt. Wenn es eine größere Produktion gibt, sollte diese an Personen verteilt werden, die sie brauchen. Da vor allem Nahrungsmittelgetreide für alle Lebewesen bestimmt ist, sollte es nicht verdorben werden. Nächster Punkt: Wer Nahrungskörner unnötig verdirbt, ist also kriminell. Und wer mehr Geld anhäuft, als tatsächlich benötigt wird, ist ebenfalls kriminell. Und nach dem Gesetz der Natur, oder nach dem Gesetz Gottes, sind solche Personen sicherlich zu bestrafen. Diese Strafe mag in diesem Leben nicht sichtbar sein, aber weil das Leben ewig ist, es ist Kontinuität, muss man bereit sein, eine solche Strafe in diesem oder im nächsten Leben zu akzeptieren, und weil es das Risiko eingeht, wandert das Lebewesen von einem Körper in einen anderen, und das ist sein Lebensproblem. Das menschliche Leben ist dazu bestimmt, dieses Problem zu lösen. Alle Tiere wie Hirsche, Kamele, Esel, Affen, sogar Fliegen und Schlangen, keines sollte schlecht behandelt werden. Sogar wenn sie ins Haus oder auf die Felder gehen und unsere Nahrungsmittel mitnehmen, sollten sie nicht aufgehalten werden. Denn auch sie haben das Recht, zu essen, Essbares, das der Herr ihnen gibt. Und sie werden nicht mehr essen und auch nicht mehr mit nach Hause nehmen, sie sind besser als Menschen. Wenn einem Menschen erlaubt wird, auf das Feld oder in den Garten zu gehen, wird er versuchen, etwas zum Verkauf oder zur Vorratshaltung mitzunehmen, aber die Tiere tun es nicht. Deshalb sollten die unschuldigen Tiere als Kinder des Hausherrn akzeptiert werden.

Niemand sollte zu sehr harter Arbeit herangezogen werden. Die moderne Zivilisation hat schwere Arten gefährlicher Industrien entdeckt, und die Arbeiter werden von hohen Löhne angelockt. Aber sie sollten solche Arbeit nicht annehmen. Dann wird es natürlich weniger kapitalistische Ideen geben. Weil der Arbeiter kooperiert, nutzen das dämonische Personen aus und erhöhen unnötig die künstlichen Anforderungen an den Körper. Besser man sollte sich mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen zufrieden geben, als in die Großstädte zu gehen, um sich in der Industrie zu betätigen. Ein friedliches Leben, das von landwirtschaftlichen Erzeugnissen abhängt, kann wirkliches Glück und Wohlstand bringen, sonst nicht. Je mehr Menschen zu Hause mit der Hauswirtschaft zufrieden sein werden, um nicht aus dem Haus zu gehen, desto friedlicher ist das Leben. In Indien versuchte Mahatma Gandhi, Dörfer auf diese Weise zu organisieren, um die Menschen nicht in die Stadt zu zerren. Eine friedliche Atmosphäre kann also nur erreicht werden, wenn es eine groß angelegte dörfliche Organisation gibt, d.h. tatsächlich ein dörfliches Leben. Der Dichter Cooper sagte, das Land sei von Gott gemacht, und die Städte und Orte seien von Menschen gemacht. Das ist also der Unterschied.

Es gibt viele solcher schönen Ideen für ein friedliches Leben auf diesem Planeten und für die Ausübung des Krishna-Bewusstseins, damit man vollständig von der Kontamination der materiellen Existenz befreit wird und ewiges Leben erlangt, nachdem man diesen Körper verlassen hat. Dies wird in der Bhagavad Gita, Taktva Deham Punar Janma Na Eti Mam Eti Kaunteya, bestätigt. Durch einfache Verfolgung des Krishna-Bewusstseins kehrt man nach dem Verlassen dieses gegenwärtigen Körpers zurück nach Hause, zurück zur Gottheit.

Wenn die Menschen mit dieser Bewegung des Krishna-Bewusstseins zusammenarbeiten, kann sicherlich eine bessere Art von Zivilisation für dauerhaften Frieden und Wohlstand auf der ganzen Welt eingeführt werden.

Ich hoffe, dies erreicht Dich bei guter Gesundheit,

Dein ewig wohlmeinender Freund,

[unterzeichnet]

A.C. Bhaktivedanta Swami

Anlage: 2